Leistungskonzepte
für Praxen & Institute
Der Markt vereint zahlreiche Anbieter, Technologien und unterschiedlichste Leistungsversprechen. Welche Technologie für welche Indikation sinnvoll ist, was zur eigenen Patienten- oder Kundenstruktur passt, welche Leistungen das bestehende Angebot sinnvoll ergänzen und welche Investition sich dafür tatsächlich lohnt, lässt sich deshalb nicht immer auf den ersten Blick beurteilen. Wir entwickeln und prüfen Leistungs- und Behandlungskonzepte aus der Anwendung heraus: vom Behandlungsziel über wissenschaftliche Evidenz, sinnvolle Kombinationen und Behandlungszeitpunkte bis zur wirtschaftlichen Umsetzung in der jeweiligen Einrichtung.
Nicht jede überzeugende Lösung hält einer genaueren Prüfung stand
Seit 1999 erleben wir, welche Anwendungen sich in der Praxis bewähren, welche Konzepte sinnvoll zusammenspielen – und wo Erwartungen, Fehlanwendungen oder überdimensionierte Investitionen später zum Problem werden.
Wissenschaftliche Evidenz ist dabei ein wesentliches Auswahlkriterium. Gerade in einem stark industriegeprägten Markt betrachten wir jedoch nicht nur positive Publikationen, sondern auch Studiendesign, untersuchte Endpunkte, Herstellerfinanzierung, mögliche Mehrfachpublikationen sowie widersprechende oder negative Ergebnisse.
Vor einer Entscheidung betrachten wir
Die Systemauswahl ist nicht der Anfang
Ein schlüssiges Behandlungskonzept beginnt bei der Anwendung: Welche Patientinnen, Patienten oder Kunden sollen erreicht werden? Welche Struktur oder Funktion soll beeinflusst werden? Welches Ergebnis ist realistisch?
Erst danach lässt sich beurteilen, welches Wirkprinzip sinnvoll ist. Ein einzelnes Verfahren kann ausreichen – oder eine Kombination unterschiedlicher Technologien, Behandlungszeitpunkte, rehabilitativer Maßnahmen oder ergänzender Wirkstoffkonzepte die sinnvollere Lösung sein.
Technologien nach Wirkprinzip einordnen →Nicht nur bestätigen – auch hinterfragen
Für die Bewertung einer Anwendung betrachten wir nicht nur positive Herstellerstudien. Widersprechende Ergebnisse, Studiendesign, Endpunkte, Kontrollgruppen, Nachbeobachtung und mögliche Herstellerbindungen gehören ebenso zur Einordnung.
Wir prüfen
Wir hinterfragen
Unterschiedliche Fachbereiche – dieselbe Grundfrage
Welche Leistungen passen fachlich zusammen, welche Verfahren ergänzen sich sinnvoll und wie entsteht daraus ein Angebot, das für Patienten oder Kunden nachvollziehbar und für die Einrichtung wirtschaftlich tragfähig ist?
Frauen- & Beckenbodenmedizin
Frauenmedizin zeigt besonders deutlich, wie aus einzelnen Zusatz- oder IGeL-Leistungen ein umfassenderes Leistungsfeld entstehen kann. Gynäkologische, funktionelle und rehabilitative Fragestellungen können – abhängig von Einrichtung, Indikation und Qualifikation – sinnvoll miteinander verbunden werden.
Damit entstehen Perspektiven für Gynäkologie und Urogynäkologie ebenso wie für Physiotherapie und Rehabilitation.
Plastische & ästhetische Medizin
Präoperative Vorbereitung, operative Behandlung, postoperative Regeneration, Gewebemanagement und apparative Verfahren können unterschiedliche Aufgaben innerhalb eines Behandlungspfades übernehmen.
Dabei kann der richtige Zeitpunkt einer Anwendung ebenso entscheidend sein wie die Technologie selbst. Wir betrachten operative und apparative Verfahren fachlich und herstellerübergreifend – mit ihren jeweiligen Möglichkeiten und Grenzen.
Haut, Technologie & Wirkstoffkonzepte
Apparative Verfahren, Peelings, Wirkstoffkonzepte und Behandlungsserien adressieren unterschiedliche Ebenen. Ein differenziertes Leistungsangebot entsteht durch sinnvolle Ergänzung – nicht durch möglichst viele Systeme.
Eine Beispielrechnung ist noch keine Wirtschaftlichkeitsrechnung
Hohe mögliche Behandlungserlöse und kurze rechnerische Amortisationszeiten sind wenig aussagekräftig, wenn dafür eine Auslastung vorausgesetzt wird, die in der konkreten Einrichtung kaum erreichbar ist.
Entscheidend ist, ob das Leistungskonzept unter den tatsächlichen Bedingungen der Einrichtung funktioniert und langfristig wirtschaftlich tragfähig bleibt.
Wirkung allein reicht nicht
Neue Leistungen müssen nicht nur fachlich plausibel und wirtschaftlich interessant sein. Sichere Anwendung, Qualifikation und Absicherung gehören von Beginn an zur Konzeptentscheidung.
Für bestehende Einrichtungen ebenso wie für Neugründungen
Leistungskonzepte für Praxen und Institute können sowohl bei der Weiterentwicklung bestehender Einrichtungen als auch bei einer Neugründung sinnvoll strukturiert werden.
Bekanntheit, Trends und tatsächlicher Nutzen sind nicht dasselbe
Markenbekanntheit oder Begriffe wie „Marktführer“ können Orientierung geben. Sie ersetzen jedoch nicht die Prüfung von Wirkmechanismus, Evidenz, Anwendungsmöglichkeiten, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit.
Ebenso rechtfertigt nicht jeder neue Marktbegriff automatisch eine Investition. Auch Entwicklungen wie Longevity müssen danach beurteilt werden, welche fachliche Substanz, tatsächliche Nachfrage und sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten dahinterstehen.
Wissenschaftliche Bewertung, Anwendung und unternehmerische Erfahrung
Beate Scheffler, Dipl.-Biologin (Mikrobiologie), verbindet seit Jahrzehnten naturwissenschaftliche Bewertung mit praktischer Anwendungserfahrung in medizinisch-ästhetischen und therapeutischen Verfahren.
Dazu gehören die kritische Auswertung wissenschaftlicher Evidenz, die Entwicklung und Erprobung von Anwendungskonzepten sowie der kontinuierliche Austausch auf internationalen medizinischen Fachkongressen.
Hinzu kommt die eigene unternehmerische Erfahrung: Intercosmed ist seit 1999 selbst in diesem Markt tätig.
Leistungskonzepte für Praxen fachlich und wirtschaftlich weiterentwickeln
Wie lässt sich das Leistungsangebot einer bestehenden Praxis erweitern?
Ausgangspunkt sind vorhandene Patienten, wiederkehrende Fragestellungen, bestehende Kompetenzen und bereits eingesetzte Verfahren. Daraus lässt sich ableiten, welche zusätzlichen Leistungen fachlich anschließen und welche Investitionen tatsächlich erforderlich sind.
Welche Technologie passt zu einem Behandlungskonzept?
Maßgeblich sind Behandlungsziel, Zielstruktur, Wirkmechanismus, wissenschaftliche Evidenz, Sicherheitsanforderungen und praktische Anwendung. Die Produktauswahl folgt erst danach.
Wie lassen sich Fehlinvestitionen bei medizinisch-ästhetischen Systemen vermeiden?
Nicht Markenbekanntheit oder theoretische Umsatzprognosen, sondern tatsächlicher Bedarf, sinnvolle Einsatzmöglichkeiten, laufende Kosten, Sicherheit und realistische Auslastung sollten die Investitionsentscheidung bestimmen.
Wann ist ein neues Leistungsfeld wirtschaftlich sinnvoll?
Wenn fachlicher Nutzen, tatsächliche Nachfrage, Behandlungspreis, Personalaufwand, laufende Kosten und Investitionshöhe unter realistischen Bedingungen miteinander vereinbar sind.
Bevor Sie Ihr Leistungsangebot verändern oder investieren
Oft lässt sich bereits im persönlichen Gespräch erkennen, welche fachlichen, sicherheitsrelevanten und wirtschaftlichen Fragen für ein Vorhaben zuerst geklärt werden sollten.